Samstag, 30. Oktober 2010

Am Grab weinen.

Das Grab, das richtet der Gärtner schon,
dafür wird er ja bezahlt, nicht wahr, nicht?
Was soll ich am Grab
Was
Soll ich da Blumen sähen
Und dann später ihnen
Zuschauen
Beim Wachsen und
Beim Blühen und
Dann - doch - wieder
Ein paar Gedanken an dich verschwenden
Aber
Ich mag nicht. Nein
Ich mag nicht

Also geh's selber richten
Geh's harken und
Jäten
Und ein Veilchen und der
Rosen viel
Streu hinein.
Mir ganz gleich, mir

Ich sehe keinen Grund nicht, nein
Dem Manne ein Denkmal setzen
Dass die Enkel
noch von ihm sprechen
Wie's die Enkel der Großen taten
Und wie's Agamemnon von den Seinen wollte
Aber: Du
Hast nichts Großes geschaffen
Außer mich und ihn
Aber ich und er
Wir sprechen nicht einmal über dich
Niemals und den Enkeln
Denen werd' ich nichts erzählen, nicht
Warum auch?

Was gibt’s zu berichten vom großen Mann
Und seinen Taten?
Doch nur Jämmerliches
und Heroisches zugleich
Das ist nur Wunschgedanke

Also richt's Grab
Richt es
Ich jedoch richt's zum Nichtigen
Ich sage: es ist ein Haufen Erde
Du bist darunter oder nicht.

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