Mittwoch, 24. März 2010

A lover

Though lovers be lost

Mit Kartographenaugen schaut er Linien,
seine Grenzen entlang,
die sich auf meiner Haut entspinnen
nur in Gedanken und nur im Verborgenen.
Mit den Fingerspitzen unendlich weißer
und schwarzer Tastenhände, den Gesängen
meiner Dschungelnächte, den Händen,
die Momenten und Sekunden gleichen mehr
als Haut und Haar und Knochengerüst
und alles was sonst noch dahinter ist.
Deren Hinterlassenschaft sind jene
goldenen, entflammten Leylinien,
denen zu folgen sich alles Blut und
jede Nervenbahn entschlossen hat.

Und der dunkle Herzschlag,
viel schwerer und tiefer als
die Taktgeber.
Er schlägt die Wellen und lässt alles
im Strudel versinken.
Mein Herz, mein Herz,
schlagendes, blutrotes Herz.
Verlass mich nicht.
Versunken sind die Räume
in mir in die nebelblauen Schwadenschleier
Totendunst seiner Augen.
Traumwollenes weichgetaucht sein,
Existenz als Gefühl, außerhalb,
weit weg vom Körper.

Love shall not.

morbus - 26. März, 09:23

ich seh's schon auf seiten, dieses gedicht; beim blättern darüber gestoßen & dann davor sitzend, & sich beim satz Totendunst deiner Augen an vieles erinnert fühlen, - das meiste wurde absichtlich vergessen, befürchte, das meiste wurde verdrängt, wie es immer verdrängt wird. ganz an den rand der seite, über das eigentliche hinaus. begreifen, was es heißt, ein dichter zu sein? es für diesen totendunst schreiben. für diesen schwadenschleier.

eines der bücher, die immer unberührt im regal stehn, bis eine hand, - eine junge, eine alte, - danach greift, der neugier wegen, & dann: das rezitieren, das gefühl von: das ist es, & nur das, & ein leben wird aufgeschüttet mit klarheit. alle andren gläser sind schließlich leer. geld wird sich daraus nicht machen lassen, aber ewigkeit.

ja, duweißtschon. auf ein gedicht hin lässt sich so viel unkonkretes sagen, so viele lobesworte, so viele fragezeichen am ende der sätze... keins ist das, was der dichter eigentlich hören will. daher belass ich's bei einem: mehr. (immer, mehr).


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