Aschenmann, Versuch I

Des Tages Enden nahen schneller.
Pscht, leg sacht, den Finger an die Lippen
und drück dich, Kind, besser tief in die Decken.

Der Sonne Strahlen dringen kaum noch
durch die fahle Wolkennacht
und was leuchten, was schillern soll
und was in die Schatten gehört,
ist nicht länger am richtigen Ort.

Kind, schlaf mucksmäuschenstill
in deiner schaukelnden Wiege,
die der Nachtwind sanft anstößt,
wenn er die Kälte in die Zimmer trägt.

Hörst du, was er pfeift Kind,
hörst du sein Lied?
Seine polternden Schritte,
seine ächzende Eisenhand?
Und das schaurige Schleifen
des gabenleeren Sacks?

Ach, weh dir Kind,
versteck dich, bedeck dich, Kind
flieh in die Träume,
flieh in den Morgen,
aber blick nicht, Kind,
blick bloß nicht zurück.

Denn was er in Händen hält,
der kommt in der finsteren Nacht,
ist das Ende, mein Kind,
das Ende der Welt.

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