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    <title>Des Blattes taumelnder Fall</title>
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    <dc:publisher>chaosmaedchen</dc:publisher>
    <dc:creator>chaosmaedchen</dc:creator>
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    <title>Des Blattes taumelnder Fall</title>
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  <item rdf:about="http://chaosmaedchen.twoday.net/stories/6075915/">
    <title>today&apos;s penny&apos;s day</title>
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    <description>penny penny in deinen augen den blauen&lt;br /&gt;
schwärzt sich die goldene sonne selbst&lt;br /&gt;
oh penny penny in deinen armen&lt;br /&gt;
welken die weißen rosen dahin&lt;br /&gt;
es ist dein tritt der die schwäne scheucht&lt;br /&gt;
und der alte mann schenkt sich selbst&lt;br /&gt;
das letzte geleit deiner hände penny penny&lt;br /&gt;
du es ist die aschene farbe deiner regenhaut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in der sich die menschen verlieren&lt;br /&gt;
und wir schwinden vorn weg zu früh&lt;br /&gt;
geblendet von deinem kupfer glänzenden anlitz&lt;br /&gt;
penny penny du, meine liebe&lt;br /&gt;
die größte die schönste du&lt;br /&gt;
schneid mir eine einzige locke ab&lt;br /&gt;
penny von deinem engelsgleichen haar&lt;br /&gt;
schenk mir ein pfand um zu bleiben</description>
    <dc:creator>chaosmaedchen</dc:creator>
    <dc:subject>Sich Drehendes</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 chaosmaedchen</dc:rights>
    <dc:date>2009-12-03T23:09:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://chaosmaedchen.twoday.net/stories/6046661/">
    <title>fall born</title>
    <link>http://chaosmaedchen.twoday.net/stories/6046661/</link>
    <description>For days i have let fresh air &lt;br /&gt;
stream into my chambers&lt;br /&gt;
Doors shall be open&lt;br /&gt;
For winter&apos;s icy grasp&lt;br /&gt;
Breathe and freeze no more&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Watched the Lord fold all trees&lt;br /&gt;
And here, in the Wuthering Heights I newly sow them&lt;br /&gt;
Scatter the seeds in the wind&lt;br /&gt;
Let carry them into world&apos;s angles&lt;br /&gt;
Thence comes the singing,  always eternal singing.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I have heard heartbeats ebb away&lt;br /&gt;
And trusted my own no longer&lt;br /&gt;
I have beheld hands age&lt;br /&gt;
Till skin strained no more&lt;br /&gt;
Death is the king of the summer blossoms.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Let Winter come in&lt;br /&gt;
Open the flood gates&lt;br /&gt;
Open your windows widely&lt;br /&gt;
Let the ice brake the chains&lt;br /&gt;
Which could not be broken in life.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cold lost all its needles&lt;br /&gt;
And only kept ist briskness&lt;br /&gt;
It only shows life&apos;s patterns&lt;br /&gt;
In his millions and millions of flakes&lt;br /&gt;
Kaleidoscope of this being.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Every beam of broken light&lt;br /&gt;
Reveals the next piece&lt;br /&gt;
Of a new world&lt;br /&gt;
Of a new day.</description>
    <dc:creator>chaosmaedchen</dc:creator>
    <dc:subject>Sich Drehendes</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 chaosmaedchen</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-16T21:28:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://chaosmaedchen.twoday.net/stories/6024705/">
    <title>Der Schall</title>
    <link>http://chaosmaedchen.twoday.net/stories/6024705/</link>
    <description>I&lt;br /&gt;
Ich werde früher müde, jeden Tag. Vor einer Woche bin ich noch bis um drei Uhr wach geblieben, war so aufgeregt, so durchdrungen vom Jetzt, dass ich alles auf einmal, alles gleichzeitig wollte. Erleben von allem, was gefehlt hat. Aber was man gewonnen hat, das ließ anderes zerinnen. Zwischen den Fingern, und nur der Schall deiner Worte bleibt. Sie wecken mich morgens, sie wecken mich nachts. Sie wecken mich mittags und sie wecken mich abends. Sie wecken und wecken, bis kein Schlaf mehr bleibt.&lt;br /&gt;
Und doch werde ich jeden Tag früher müde. Gestern war ich neun Stunden wach, da packte mich der Schlaf, nachdem ich diese Zeilen gelesen hatte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;I don&apos;t know why solitude would be a balm for loneliness, but that is how it always was for me in those days and people respected me for all those hours I was up here working away in the study and for the books that used to come in the mail for me - not so many really, but more than I could afford. *&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist eine Wahrheit in Büchern, die überirdisch ist, an die alles Gesagte, alles Geschriene und alles Geflüsterte, niemals heranreichen wird. Erst geschrieben und wieder ausgesprochen, macht es unumgänglich, das Wahre.&lt;br /&gt;
Und es macht mich müde, als könnte ich die Wahrheit begraben mit Sand und Schlaf. Ich kann nicht mehr verdrängen, da ist ein Raum in mir, der voll ist, der nichts mehr fasst. Alles hat sich vermischt und die Lücke deiner Abwesenheit, der Tür zu diesem Raum, lässt alles herausrinnen. Sandkorn für Sandkorn, erlebte Sekunde für erlebte Sekunde.&lt;br /&gt;
Ich sehe den Schall deiner Worte wo immer ich bin und höre, was du gesagt hättest, an jedem Ort, so laut er auch sein mag. Es ist kein Raum mehr in mir, ich hab alle Fenster geöffnet und lasse den Winter herein, der sich in goldroten Ahornblättern ankündigt, die mir auf den Balkon und ins Zimmer regnen und die dein Flüstern hereintragen. Einen Strauss hab ich gesteckt und er steht auf meinem Schreibtisch. Die wahre Freude, ist die Vorfreude auf den Schnee, denn er wird bedecken, was ich nicht mehr vergraben kann, was obenauf liegt, für alle sichtbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
II &lt;br /&gt;
Manchmal wünsche ich, wir wären tausend Jahre später geboren, dann könnte ich die Hände durch den Bildschirm strecken und deine kalten Hände wärmen, denn ich weiß nicht warum, aber meine sind nie kalt. Das hat mir der gegeben, dessen Schall alles Laute durchdringt. Ein winziger Trost, ein Wall der Kälte entgegen.&lt;br /&gt;
Obwohl ich es nicht will, obwohl ich mit allem Wunsch, den untätigen Wünschen, dagegen bin, wird der elfte Stock zur Sturmhöhe werden, ich sehe es an den Blättern, die hereinwirbeln, obwohl kein Wind weht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;For me writing was always like praying, even when I wasn&apos;t writing prayers, as I was often enough. You feel that you are with someone. I feel I am with you now, whatever that can mean*&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;*aus Gilead, Marilynne Robinson&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>chaosmaedchen</dc:creator>
    <dc:subject>Sich Drehendes</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 chaosmaedchen</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-03T11:15:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://chaosmaedchen.twoday.net/stories/6005710/">
    <title>Bodensatz.</title>
    <link>http://chaosmaedchen.twoday.net/stories/6005710/</link>
    <description>Ich sitze auf dem Boden und beobachte Literaturstudentenfüßchen. Gekleidet in hübsche Lederstiefel oder etwas modernes, vielleicht mit sich überkreuzenden Streifen. Es ist ein wildes Auftreten im Saal, ein ungestümes Trappeln, ein nervöses Tippen, ein Auf- und Niederstampfen. Hacke, Spitze, Hoch das Bein! Ein bunter Schal hängt hinunter, gibt sich schmutzig farblos vom vielen Schleifen und seine Fransen schmiegen sich verhärmt an den grauen Stein. &lt;br /&gt;
Im Stimmengemurmel treten sich Wörter auch auf die Füße,  Sprachkurs und Prüfungsanmeldung und Passwortsammlungen und man versucht im ersten Konsens gleich mit Blicken Freundschaften zu schließen und einen, irgendeinen an sich zu binden. Damit man nicht bloßsteht und nacktalleint.&lt;br /&gt;
Schon regen sich die ersten über die Organisation auf, immer die böse, die an dem Lehrinstitut des Zuhörers Wahl immer die schlimmste ist, weil auch fünf Minuten nach Verstreichen des ersten akademischen Viertels dieses Jahres noch keiner die Tür aufgeschlossen hat. Man nickt in der Runde und ist froh über das gemeinsame Thema, denn in der Beschwerde kennen sich die meisten aus, da weiß man am ehesten etwas zu sagen. Aber nicht zu viel, nicht zu sehr herausstechen aus der Aufregermasse, man will ja nicht als forsch oder gar Nörgelnder gelten, noch bevor man herausgefunden hat, was erwünscht ist und geduldet wird.&lt;br /&gt;
Wenn man überhaupt so in die Runde schaut, traut man sich durchaus zu, bereits an dem Ausdruck in den feisten Kindergesichtern abzumachen ob man sich zu dem oder dem eventuell hingezogen fühlte, wenn man dann baldmöglichst das erste Wort miteinander gesprochen haben wird. Und so steht man musternd und um sich blickend da und zieht wie an der Supermarktkasse die Anlitze und modischen Bewusst- und Unterbewusstheiten über den unfehlbaren Kassenlaserscanner und sortiert noch die Ausschussware in den großen Wühlkorb der unbekannten Hörsaalsitzer, bevor man selbst einen famos angetanen Fuß dorthinein gesteckt hätte. &lt;br /&gt;
Als dann endlich der schnelle, energische Professorenschrittklang den Wartesaal durchtönt, ist man ganz mucksmäuschenstill und betrachtet mit großen Augen den Lehrmeister und zukünftigen Peiniger, der, und das entschuldigt man ihm sofort und ohne Hinterfragen, nicht einmal die vertanen zwanzig Minuten erklärt. Man rückt ein in den Saal und sich gegenseitig dicht auf die Pelle und hofft darauf in Zukunft ernst genommen zu werden von der hehren Erwachsenenwelt, hofft darauf auf der Coolness-, später Karriereleiter ein Stück nach oben zu rutschen und das alles ohne möglichst viel Aufwand, immer die Kosten-Nutzen-Rechnung im Auge behaltend, natürlich partyplanerisch vorwandangebend Zeit einfordernd. Und dann lauscht man ein viel zu langes Stündchen, stellt zehnmal dieselbe Frage, versteht auch ein elftes Mal die gegeben Antwort nicht und geht hinterher schnellstmöglich noch vor dem letzten Wort des schon verärgerten, aber resignierten Herrn Professors hinaus, laut, stühlerückend und schwatzend. Um dann vor dem Gebäude in aller Ruhe fortzufahren mit dem Beschwerdechorus der Nullbockgeneration, von der ich immer behaupte, es sei eine Beleidigung und entspräche nicht der Realität. Nur dass man sich diesesmal ein anderes Thema aussuchen muss, als die nach hinten verschobene, sehnlichst herbeigewünschte Lehrveranstaltung.</description>
    <dc:creator>chaosmaedchen</dc:creator>
    <dc:subject>Fragwürdiges</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 chaosmaedchen</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-22T11:51:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://chaosmaedchen.twoday.net/stories/5981483/">
    <title>Wie ist das, wenn Träume in einem keine Macht besitzen?, fragst du.&lt;br /&gt;
Ich...</title>
    <link>http://chaosmaedchen.twoday.net/stories/5981483/</link>
    <description>Wie ist das, wenn Träume in einem keine Macht besitzen?, fragst du.&lt;br /&gt;
Ich nicke, will andeuten, dass ich deine Frage und ihre Bedeutung  verstanden habe. Ich brauche Zeit, das ist nicht einfach. In der Ferne suche ich nach der Antwort, immer dorthin, dort wo alles möglich sein könnte, weil es nicht hier ist. Streiche über meine zerschrammten Handgelenke und rücke den Silberring zurecht. Auf meinem Handrücken schimmern die feinen Härchen in der Sonne.&lt;br /&gt;
Es ist wie unerfüllte Liebe, wie hoffnungslose  Sehnsucht, will ich sagen, aber wir beide wissen, das Pathos zwar an betrunkenen Abenden alles erklärt, aber nur die besonderen Tage benennt, die Maxima. Den Alltag, das meistens, trifft es nicht.&lt;br /&gt;
Am Horizont zerteilen die Windräder den Himmel. Im gleichen Takt, für die Ewigkeit des Menschen.&lt;br /&gt;
&quot;Es resigniert&quot;, sage ich schließlich. &quot;Es macht kraftlos.&quot; Du weißt es doch, siehst mich doch zwischen den Wegen keinen wählen. Immer und immer, für meine Ewigkeit.</description>
    <dc:creator>chaosmaedchen</dc:creator>
    <dc:subject>Sich Drehendes</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 chaosmaedchen</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-08T10:27:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://chaosmaedchen.twoday.net/stories/5975146/">
    <title>Zum Abschied</title>
    <link>http://chaosmaedchen.twoday.net/stories/5975146/</link>
    <description>Blick mit deinen Glasaugen&lt;br /&gt;
Nicht gegen alle Sonnen&lt;br /&gt;
Und zerbrich nicht die Spiegel an&lt;br /&gt;
Deiner Wand.&lt;br /&gt;
Sie werden dich zeigen.&lt;br /&gt;
Eines Tages.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gib mir deine Knochenhand&lt;br /&gt;
Ich mal dir ein Zeichen hinein, &lt;br /&gt;
Das möge glühen,&lt;br /&gt;
Wenn du dich verlierst.&lt;br /&gt;
Auf dass du den Weg zu mir findest,&lt;br /&gt;
Und meine warmen Hände,&lt;br /&gt;
Deiner kalten,&lt;br /&gt;
eine Zeit lang ein Zuhause sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dein Chaosmädchen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PS:Und iss was!</description>
    <dc:creator>chaosmaedchen</dc:creator>
    <dc:subject>Sich Drehendes</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 chaosmaedchen</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-04T22:12:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://chaosmaedchen.twoday.net/stories/5918109/">
    <title>Aschenmann, Versuch I</title>
    <link>http://chaosmaedchen.twoday.net/stories/5918109/</link>
    <description>Des Tages Enden nahen schneller.&lt;br /&gt;
Pscht, leg sacht, den Finger an die Lippen&lt;br /&gt;
und drück dich, Kind, besser tief in die Decken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sonne Strahlen dringen kaum noch&lt;br /&gt;
durch die fahle Wolkennacht&lt;br /&gt;
und was leuchten, was schillern soll&lt;br /&gt;
und was in die Schatten gehört,&lt;br /&gt;
ist nicht länger am richtigen Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind, schlaf mucksmäuschenstill&lt;br /&gt;
in deiner schaukelnden Wiege,&lt;br /&gt;
die der Nachtwind sanft anstößt,&lt;br /&gt;
wenn er die Kälte in die Zimmer trägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hörst du, was er pfeift Kind,&lt;br /&gt;
hörst du sein  Lied?&lt;br /&gt;
Seine polternden Schritte,&lt;br /&gt;
seine ächzende Eisenhand?&lt;br /&gt;
Und das schaurige Schleifen&lt;br /&gt;
des gabenleeren Sacks?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach, weh dir Kind,&lt;br /&gt;
versteck dich, bedeck dich, Kind&lt;br /&gt;
flieh in die Träume,&lt;br /&gt;
flieh in den Morgen,&lt;br /&gt;
aber blick nicht, Kind,&lt;br /&gt;
blick bloß nicht zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn was er in Händen hält,&lt;br /&gt;
der kommt in der finsteren Nacht,&lt;br /&gt;
ist das Ende, mein Kind,&lt;br /&gt;
das Ende der Welt.</description>
    <dc:creator>chaosmaedchen</dc:creator>
    <dc:subject>Sich Drehendes</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 chaosmaedchen</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-02T22:01:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://chaosmaedchen.twoday.net/stories/5888556/">
    <title>1. Bridgewalker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hm mache ich, schließe die Augen und genieße...</title>
    <link>http://chaosmaedchen.twoday.net/stories/5888556/</link>
    <description>1. Bridgewalker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hm mache ich, schließe die Augen und genieße scheinbar den Geschmack der Himbeere, die du mir in den Mund geschoben hast, du lachst. Mich aber durchpulst eine gierige Tonne voll Glück wegen der flüchtigen Berührung deiner rauen Fingerspitzen an meinen Lippen.&lt;br /&gt;
Später lehne ich mich zurück und schmiege mich in deinen mir viel zu großen Pullover und mir ist furchtbar heiß darin, aber er riecht nach dir und deshalb ist sowieso die Hitze ganz egal&lt;br /&gt;
Ich frage mich warum ich seit 5 Wochen so am Leben bin. Nicht wegen dir, du bist neu wie der Tag, vielmehr ist die Möglichkeit eines Du-s ja auch erst seit kurzem vorhanden.&lt;br /&gt;
Dabei ist gerade alles mittendrin und in der Schwebe. Vielleicht mehr Berlin, vielleicht doch Mainz, vielleicht auch einfach verschwinden. Überhaupt hier sein, in der Heimat, weit weg von allem wirklichen. Und das Geld, das liebe Geld, das ist sowieso nur noch am kleinkrämern auf meinem Konto. Und neulich, da hab ich eine Flasche Bier geklaut, unabsichtlich, ganz aus versehen, aber das musst du dir vorstellen, ich hab hinterher gekichert wie ein Schulmädchen und mich, wenn ich ehrlich sein darf auch so gefühlt. Großartig, du, sag mal, oder? Hörst du mir eigentlich zu?&lt;br /&gt;
Und heute am Vatergrab da hab ich sogar kurz geglaubt seine Stimme zu hören, wie er sagt: Mademoiselle, wein doch nicht. So hat er mich genannt, damals vor tausend Jahren, als er noch da war. Verstehst du, eigentlich, eigentlich passt überhaupt nichts.&lt;br /&gt;
Heute auf der Kochertalbrücke hab ich sogar eine Sekunde gedacht Ach da kann man doch einfach  den Zaun umfahren und dann gehts&apos; ab, du, eeeeeewig runter. Und dann BA-DA-BUUUM ist man weg, tausend Jahre weit weg und immerhin bei mir redet hinterher sicher keiner übers Geld, das ich nicht hinterlassen habe. Siehst du, ich weiß nicht, warum ich mich dann so lebendig fühle und mir Menschen wie du sagen, dass ich sehr schön bin wenn ich lache. Und ich es jetzt hinkriege, dir dabei in die Augen zu sehen, wo ich sonst längst weg gerannt wäre.&lt;br /&gt;
Und ich sage dir, während ich in Gedanken meinen Kopf in die Kuhle unter deinem Hals lege und dir gegen die Haut atmen, dass ich ein Brücken-, ein Grenzgänger bin. Dass ich ein ungewollter Pilger bin auf der Suche nach einer Heimat. Mich packt die Wanderlust alle Tage. Und nur weil ich jetzt auf einer Bank sitze an einer Weggabelung und weil ich jetzt vielleicht noch drei Wochen unbekümmert frei sein kann und noch nicht weiß wie alles weitergeht und alles endet und neu beginnt, nur deshalb kann ich jetzt neben dir sitzen. Weil ich weiß, du bist nicht von Dauer. Aber in vier Monaten am nächsten Ort, der mich gerade unruhig macht, weil er mich zwingt zu bleiben, werde ich anfangen dich zu vermissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Supernova&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In mir rotiert sich der Welten Neubeginn seinem Höhepunkt entgegen, ich strebe gegen unendlich, gegen alles weit entfernte, ich expandiere, in dem ich allem hier seine unbändige Kraft, seine glühgelben Photonen entziehe.&lt;br /&gt;
Es liegt an der Verdrängung. Das ist in Wahrheit der Anfang aller Leichtigkeit, die periodische Verdrängung des Alten. Und ich bin darin wirklich ungemein geübt und habe es zu einer gewissen  Virtuosität gebracht.&lt;br /&gt;
Sicher, man vergisst auch Dinge wie den Geruch von frischem Kaffee bis man dann wieder welchen trinkt und Dinge die man nie wieder tut, hat man für immer vergessen, aber auch der Schmerz und seine Geschwister Kloß im Magen und die verfickte alltägliche Trostlosogkeit des Mittelmaßes. Und das wiegt alles auf. Alles. Die paar Monate vollgepumpt mit Endorphin, wenn ich so neu bin wie ein Krokus, die sind alles. Die bedeuten die Welt. Ich lache an den Abenden, deren Wege gesäumt sind mit Fackeln und Windlichtern schallend und bleibe im Regen stehen, der mir die Schminke übers Gesicht schwemmt und lache und lache und es ist scheißegal wer da ist und wo ich bin. Denn ich bin neu. Rien ne va plus. Und es zählt auch nichts mehr.&lt;br /&gt;
Nicht der Vater oder die geerbten Schulden, nicht die Matratze unter dem Schreibtisch auf der ich schlafe, nicht die Freunde, die mir den letzten Nerv oder die Kraft rauben und die nur sich selbst kennen, nicht die 5 verschwendeten Jahre, nicht die ungewisse Zukunft, nicht das Küssen der falschen Lippen und die Sehnsucht die sich dahinter verbirgt und die ich ersticke, weil ich Nichtschwimmer an der Liebe ertrinken würde. All das, Schall und Rauch, achwas substanzlos, Licht und Schatten, achwas nicht sichtbar, nur noch Radiowellen längts vergangener Zivilisation im Weltraum. Supernova, in deren Goldring alles kauterisiert und zu Asche zerfallen ist. In meiner irdenen Urne beware ich sie auf und streue sie, die Menschen, die gehen, in neue Planeten, auf dass sie ewig um mich gravitieren.</description>
    <dc:creator>chaosmaedchen</dc:creator>
    <dc:subject>Sich Drehendes</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 chaosmaedchen</dc:rights>
    <dc:date>2009-08-19T22:11:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://chaosmaedchen.twoday.net/stories/5808900/">
    <title>&lt;i&gt;escapism&lt;/i&gt;</title>
    <link>http://chaosmaedchen.twoday.net/stories/5808900/</link>
    <description>Ich bin am Ort aller Orte, dort wo Übel und Freude einander Zwillinge sind und an den Herzen miteinander verwachsen. Ich bin an dem Ort, an dem einen, dem einzigen, an dem ich aus dem Sumpf ans Licht kam und an dem ich mir eines Tages mein eigenes Grab schaufeln werde. Ich weiß es jetzt.&lt;br /&gt;
Fünfzehn endlose Tage schon und alles andere ist nur noch verwischt, Berlin ist ein Schemen, die Träume vergessen. Hier ist der Abgrund. Nur fünfzehn Tage hat es gedauert und ich hab Drogen genommen, mit jemandem geschlafen mit dem ich weder schlafen wollte noch sollte - jemals, die Pille danach genommen, mir alle Finger blutig gekaut, die Pupillen haben den Schneewalzer getanzt und die Augen haben sich leer geweint. Achja und - ich vergess es immer wieder - den Vater beerdigt. Den fremden Mann am Ende des Regenbogens, verkommen zum Goldtopf.&lt;br /&gt;
Hier bin ich die, die ich war und alles neue ist vergessen, hier bin ich, was alle von mir denken und den Blicken halte ich nicht zwei Sekunden stand. Ich schmilze unter ihnen weg, wie Malagaeis an der Sonne und spucke die Rosinen neben meine Fußtritte in den Matsch.&lt;br /&gt;
Ich bin ein Eskapist,&lt;br /&gt;
mit Leib und Seele,&lt;br /&gt;
ich hab nur die Wahl zwischen den Gedankeninseln,&lt;br /&gt;
dem Traumschloss, der Luftburg,&lt;br /&gt;
dem virtuellen Ich.&lt;br /&gt;
Und hierhin bin ich geflohen und werde wieder&lt;br /&gt;
was ich immer war.&lt;br /&gt;
Und von hier werde ich wieder fliehen, &lt;br /&gt;
an einen anderen Ort,&lt;br /&gt;
an dem alles möglich ist, aber nichts wird.&lt;br /&gt;
Und später, später,&lt;br /&gt;
an den Abenden, an denen ich&lt;br /&gt;
von meinem Leben berichten soll,&lt;br /&gt;
weiß ich nicht mehr,&lt;br /&gt;
was Konfabulation ist und was wirklich war&lt;br /&gt;
und erzähle nur noch das schon einmal erzählte.&lt;br /&gt;
Lebendig ist nichts mehr.&lt;br /&gt;
Und mal ehrlich, was machts für einen Unterschied?</description>
    <dc:creator>chaosmaedchen</dc:creator>
    <dc:subject>Sich Drehendes</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 chaosmaedchen</dc:rights>
    <dc:date>2009-07-07T11:59:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://chaosmaedchen.twoday.net/stories/5702206/">
    <title>geschlossen.</title>
    <link>http://chaosmaedchen.twoday.net/stories/5702206/</link>
    <description>Diese Blogwerkstatt hat bis auf weiteres geschlossen für das Projekt &quot;&lt;i&gt;Kind mit Katze&lt;/i&gt;&quot;.&lt;br /&gt;
Es wünscht Ihnen einen schönen Sommer:&lt;br /&gt;
Das Chaosmädchen</description>
    <dc:creator>chaosmaedchen</dc:creator>
    <dc:subject>Fragwürdiges</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 chaosmaedchen</dc:rights>
    <dc:date>2009-05-15T01:19:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://chaosmaedchen.twoday.net/stories/5685272/">
    <title>Das immer Jetzt</title>
    <link>http://chaosmaedchen.twoday.net/stories/5685272/</link>
    <description>Erinnern um davon zu erzählen, sagen sie und meinen das sammeln der lodernden Lichtmomente um dann später im Winterdunkel das Kaminfeuer damit zu schüren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber was bleibt? Was bleibt. &lt;br /&gt;
Beim Nachdenken versinke ich im Weich meiner Matratze und frage mich: Was ist geblieben vom Gedankensommer, vom meinem Glück zwischen den Menschen? Ich erinnere mich glücklich gewesen zu sein, aber das Gefühl dazu stellt sich nicht ein. Ich erinnere mich gelacht zu haben, aber ich sitze nicht verklärt lächelnd hier. Ich sitze wie immer auf der nackten Erde, blicke zur Sternendecke und flehe um mehr.&lt;br /&gt;
Wochenlang bemühe ich mich zu leben, ich arbeite, lese, schreibe, gehe aus in die Nacht, gehe ein in die Zeit, fühle sie, gehe neben ihr her, aber dann bleibe ich stehen und die alte Frage lässt mich hadern: Wozu? &lt;br /&gt;
Immer schon ist die Zukunft das, was mich hält, was mich antreibt, aber die ist unsichtbar geworden, scheinbar irrelevant, was heißt das schon: dann ? Später? Hat es je so etwas gegeben? &lt;br /&gt;
Ich gebe den Wünschen Namen und 7 Tage später habe ich ihre Gesichter vergessen. Ich weiß nichts, ich hab nie etwas gewusst.&lt;br /&gt;
Es wird immer &lt;i&gt;Jetzt&lt;/i&gt; sein und niemals &lt;i&gt;Dann&lt;/i&gt;. Wie könnte es auch? Die Zukunft existiert nur in der Vorstellung.</description>
    <dc:creator>chaosmaedchen</dc:creator>
    <dc:subject>Durchwirkt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 chaosmaedchen</dc:rights>
    <dc:date>2009-05-06T10:22:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://chaosmaedchen.twoday.net/stories/5652901/">
    <title>Ich suche nach Dir.</title>
    <link>http://chaosmaedchen.twoday.net/stories/5652901/</link>
    <description>Ich sehe mich, elfjährig, mit dem schwarzen Stoffhund unter dem Arm auf der Landstraße, wütend,Tränen im Gesicht. Die Beine tragen mich, sie führen mich, aber sie gehören längst nicht mehr zu mir. Ich bestehe nur noch aus Angst und Wut, aber auch: Abenteuer, Verbotenes, Herzklopfen. Kein du. In den Gedanken an später gibt es die bald böse, bald reuige Vaterstimme, die Beklommenheit über das Mutterschluchzen, aber keine Bruderarme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich sehe mich, fünfjährig, vielleicht auch vier, am Teich stehen, Fische füttern, Beine ins Wasser baumeln, die leise Berührung der teuren Fische an meinen Zehen. Sehe mich hineingleiten, will mit den Fischen schwimmen, untergehen. Sehe die hastenden Vaterbeine, der Mutterschrei, aber keine Bruderfüße. Kein du. Nirgendwo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich sehe das Bild von uns. Ich in einem rosa Wollkleid, von der Großmutter gestrickt, du greifst darauf lachend um meine Kinderhüften, umspannst sie ganz. Wenn ich die Augen schließe, kann ich noch die Aufregung spüren, das Kratzen des Kleides auf der Haut, aber keine Bruderhände. Warst du wirklich dort?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich sehe mich sechsjährig, mit der hellblauen Schultüte in der Hand, wie mein kurzer Rock: hellblau mit großen, weißen Rosen. Sehe die Haushälterin Sybille stehen zwischen all den Eltern, sehe den Stolz in ihren Glanzaugen, den Mut in den Polstern ihrer Teighände. Die Süßigkeiten kullern aus der Tüte in meine gierigen Finger. Ich freue mich, ich freue meine Einsamfreude. Kein Bruderlachen. Nirgendwo. Wo warst du? Kein du. Nie. Nicht. Nirgends.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erinnerungen an dich, den ewigen Besucher meiner leeren Tage, konserviere ich in einem Einmachglas und kann heute nicht mehr sagen, welche wirklich &lt;strike&gt;ist&lt;/strike&gt; war, welche ich mir nur &lt;strike&gt;wünschte&lt;/strike&gt; wünsche. Die Fanta4-CD mit dem Blumenmusterrohling, das Trainspottingvideo, das erste Camusbuch, dich sitzend am Schreibtisch. Dich als ich noch nicht ich war, sondern in dem unzulänglichen Kinderkörper steckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute sagen sie mir, du seist stolz auf mich. Hast du das gesagt? Oder wissen sie alle was ich hören will? Kennst du mich? Wo warst du? Ich frage aus Neugier, ohne Vorwurf: Wo warst du? Erinnerst du dich? Ich erinnere mich nicht.&lt;br /&gt;
Das Haus meiner Kindheit: Sybille in der Küche, kochend. Die Mutter im Ankleidezimmer, goldschmuckbehangen, den Vater vor dem Fernseher, fußballschauend oder vielleicht in weiter Ferne auf einer Baustelle, in einem Büro. Und dich auf einem Foto an der Wand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo warst du, warum finde ich dich nicht?&lt;br /&gt;
Du bist 13 Jahre älter, das ist doch so viel auch nicht. Aber wir, du und ich, haben es zu einer Lebenslänglichkeit werden lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was verbindet uns außer den Vaterhaaren und der Mutternase? Gibt es eine Geste, ein Lachen, etwas, dass wir früher schon einmal getan haben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo warst du? Ich erinnere mich nicht.</description>
    <dc:creator>chaosmaedchen</dc:creator>
    <dc:subject>Fragwürdiges</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 chaosmaedchen</dc:rights>
    <dc:date>2009-04-19T14:37:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://chaosmaedchen.twoday.net/stories/5645379/">
    <title>Sphärenleben</title>
    <link>http://chaosmaedchen.twoday.net/stories/5645379/</link>
    <description>Mit dem großen Löffel schabe ich das tropenorangene Feisch aus der Melone, die von außen betrachtet fast unwirtlich wirkt, aber was soll&apos;s, ich lebe gern darin. Momentan ist meine Sphäre eine reife Netzmelone. Das ist ein Satz, hm? Geht mal gar nicht. Ach ihr Miesepeter, Griesgrämer, Grummelherren und Meckerdamen. Drauf geschissen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ein großer Löffel, sowas von Bamboocha. Ich liege auf dem Balkon und lese eines der Bücher, die so gut sind, dass man weinen möchte, wenn sie zuende sind, trotz happy end und trotz dass ich happy end-en eigentlich gar nicht mag. So ist das Leben nicht sagt mein Pessimismus und trotzdem: So sollte es sein, ich mach es dazu. Ich allein entscheide. Die Realität wird erst in meinem Kopf war und deshalb ist ein Scheißtag, sollte einer kommen, einfach ein Scheißgutertag. Weil ich es will! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls das hier auch nur irgendwer liest: BITTE LESEN SIE EVA LUNA VON ISABELL ALLENDE =)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während A. sich in der Polyklinik den Splitter des Spiegels aus den Augen saugen lässt, den wir gemeinsam zerbrochen haben um auf sieben Jahre Pech zu scheißen, der aber trotzdem von allein hinunterfiel, liege ich auf dem Balkon uNd genieße meine Melonensphäre bis zum äußersten, schlage mir den kleinen Zeh an und bücke mich nicht einmal danach. Selbst der Schmerz ist relativ. Vor vier Wochen hätte ich vermutlich geheult und wäre gehumpelt. Alles ist seit den letzten Wochen relativ. Ich weiß nicht warum die Sonne in dieser Stadt das mit uns tut, auch letztes Jahr waren wir schon hier, aber diesemal, ich kann es fühlen, ist es gar Großartigkeit, gar Vollkommenheit. Es wird bald vorbei sein, klar, schon aus sich selbst heraus, großes Glück ist nicht zum Langandauern bestimmt, es wird ja schließlich nur so wahrgenommen ob seiner Begrenzt- und Vergänglichkeit. Aber, und das ist das formidable an der Ignoranz und Naivität des Moments, dieses Mal werde ich ihn nicht vergessen, ich werde nicht wieder denken, dass alles doof ist, dass alles schwindet und ich mit, nein, ich werde sagen: Man war das ein geiler Frühling, von dem ich zwar mit Sicherheit bald Hautkrebs kriege, aber der kann das dann auch nicht vermiesen, oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist sogar so gut, dass nur die guten Erinnerungen an mich herantreten und ich erinnere mich an die Flammen meines Körpers, die fremde Hände umzüngelten und einen verbotenen Kuss hinter einem Dixieklo. Nur des Reizes wegen, es wäre auch in aller Öffentlichkeit nicht einmal etwas dabeigewesen. Aber der Reiz salzt die Suppe unseres Lebens. Ich erinnere mich wieder an einen Sommer, in dem wir händchenhaltend Cola aus kalten Glasflaschen tranken, aber nur die mit dem Kronkorken, weil die so ein schönes Mundgefühl geben, rillenlos wie sie sind. Ich denke an einen Nachmittag im September an dem wir auf einer Decke saßen und soviel Gras rauchten, dass wir fast an Atemnot erstickten, weil wir soviel lachen mussten und du hast mich nur angesehen und mein Lachen hat deinem zugerufen, dass es niemals enden will.&lt;br /&gt;
Auch Wehmut mischt sich mit, ich frage mich, warum es trotz allem nie etwas geworden ist mit uns, dass vielleicht ich und du beide zu feige und zu verletzlich waren um aus dem leichten Spiel ernste Worte zu machen. Aber vielleicht wären dann diese schönen Erinnerungen nur der Anfang von etwas Schlechtem gewesen und ich würde heute nicht hier sitzen und lächeln weil der fremde Besuch deinen Namen nennt. Deshalb lächle ich jetzt, wenn ich an dich denke und liebe dich mehr als damals. Du hast mir etwas zum erinnern gegeben, das schön ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In meinen Adern fließt Schampus. Die Blubberblasen machen meine Füße tanzen und das Herz springt gegen die Wand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Sphäre ist eine orangerote Netzmelone.</description>
    <dc:creator>chaosmaedchen</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 chaosmaedchen</dc:rights>
    <dc:date>2009-04-15T14:55:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://chaosmaedchen.twoday.net/stories/5634237/">
    <title>Das Mädchen auf der Erbse</title>
    <link>http://chaosmaedchen.twoday.net/stories/5634237/</link>
    <description>Eine Erbse liegt unter den vier Matten auf denen ich mich bette und raubt mir Schlaf und Verstand.&lt;br /&gt;
Eine für die verlorene Kindheit, die zuunterste, die ganz dünn nur allem die Grundlage gibt, Waschzettel: 100% reine Traumwolle.&lt;br /&gt;
Eine für den ewig fernen Bruder, von dem ich stets nur wahrnahm: Die Asterixbände, den Chemiebaukasten, den Rattenkäfig. Sie riecht nach kaltem Rauch.&lt;br /&gt;
Eine für den fremden Vater, dessen Hände alles sind, was mir von kleinen Zeiten geblieben ist. Jene ist am größten mit der rauen Oberfläche und dem Sprungfederkern.&lt;br /&gt;
Eine für die erste Liebe, die ich schon kaum noch wahrnehme, weil sie, zuoberst, vom Licht verblichen und vom herumwälzen so zerschlissen ist.&lt;br /&gt;
Doch wer hat die Erbse dort gelassen und wie kriegt man sie weg ohne alles andre&apos; wieder aufzuschütteln und aufzurütteln?</description>
    <dc:creator>chaosmaedchen</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 chaosmaedchen</dc:rights>
    <dc:date>2009-04-09T00:00:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://chaosmaedchen.twoday.net/stories/5632207/">
    <title>Im Meer.</title>
    <link>http://chaosmaedchen.twoday.net/stories/5632207/</link>
    <description>Die Gischt färbt mir die feuchten Lippen weiß und krönt meinen Kopf mit Schaum.&lt;br /&gt;
Ich bin der König.&lt;br /&gt;
Ich schwimme, bis die Arme erst warm, dann heiß werden, bis mein Körper keine Nässe mehr spürt und ich nichts bin als mein Puls und das Rauschen meines Blutes. Ich schwimme und atme, ich schwimme, Zug um Zug, dem Offenen, dem Weiten entgegen.&lt;br /&gt;
Ich stelle mich tot auf den Wellen, in Fetzen erscheint die Welt und begrüßt mich: &lt;br /&gt;
Ein Lachen&lt;br /&gt;
Wellenrauschen&lt;br /&gt;
jemand ruft&lt;br /&gt;
Wellenrauschen&lt;br /&gt;
Stille&lt;br /&gt;
Wellenrauschen&lt;br /&gt;
etwas summt an meinem Ohr&lt;br /&gt;
der Schrei einer Möwe&lt;br /&gt;
Wellenrauschen&lt;br /&gt;
Blubberblasenaufstiegsgeräusch&lt;br /&gt;
Wellenrauschen&lt;br /&gt;
Menschengemurmel&lt;br /&gt;
Wellenrauschen&lt;br /&gt;
Die Sonne ist ein rotes Glutkohleauge, das auf mich niederblickt, mich anstarrt, mich verbrennt. Mein Herzschlag schickt Konvulsionen durch mich. Ich lebe. Ich bin aufgetaucht. Ich bin real.&lt;br /&gt;
Jetzt, gerade, bin ich da.</description>
    <dc:creator>chaosmaedchen</dc:creator>
    <dc:subject>Sich Drehendes</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 chaosmaedchen</dc:rights>
    <dc:date>2009-04-07T21:50:00Z</dc:date>
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